Zahlreiche Protestaktionen in den nächsten Wochen geplant – IG Metall will am Runden Tisch über Zukunft von Senvion sprechen

Zahlreiche Protestaktionen in den nächsten Wochen geplant – IG Metall will am Runden Tisch über Zukunft von Senvion sprechen

IG Metall, Betriebsräte und Beschäftigte wollen mit zahlreichen Aktionen gegen die angekündigten Entlassungen und Standortschließungen beim Windkraftanlagenhersteller Senvion protestieren. Die Gewerkschaft hat für Montag, 27. März, zu einem Runden Tisch ins Gewerkschaftshaus nach Hamburg geladen, um über die Zukunft der Standorte und Arbeitsplätze zu sprechen.

„Mit Wirtschaftsministern, Bürgermeistern, Betriebsräten und dem Senvion-Vorstand wollen wir über Alternativen zu dem geplanten Kahlschlag diskutieren“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Dazu erwarten die Beschäftigten auch Ideen von der Geschäftsführung. Wenn diese nur auf Entlassungen und Schließungen setzt, werden wir einen harten Konflikt bekommen.“

Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall für Berlin, Brandenburg und Sachsen, erneuerte die Kritik an dem Vorgehen des Unternehmens. „Nach dem Schlag vom Montag ist die Wut der Belegschaften groß. Dem Management geht es offenbar nur um die schnelle Rendite. Das Unternehmen wird nicht attraktiver, wenn es hunderte Beschäftigte entlässt und Standorte schließt, aber ein Zukunftskonzept für eine nachhaltige Entwicklung fehlt.“

Am Vormittag war Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) zu einem Gespräch mit Betriebsräten und Geschäftsführung in Husum. Dort und in Bremerhaven sind am Montag Betriebsversammlungen geplant. In Trampe waren bereits gestern 200 Beschäftigte zu einer Kundgebung mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) vors Tor gezogen. Auch zum Runden Tisch in Hamburg werden Proteste erwartet.

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