SPD Unterbezirk Aurich beschließt Resolution

SPD Unterbezirk Aurich beschließt Resolution

Kürzlich beschloss der Vorstand des SPD Unterbezirks Aurich eine Resolution zur Situation zwischen der ENERCON-Unternehmensleitung und den gewerkschaftlich organisierten ENERCON-Betriebsräten. Wie die SPD mitteilt, wurde der Beschluss einstimmig gefasst.

 

Resolution des SPD-Unterbezirksvorstandes Aurich:

 

„Der Auricher Windkraftanlagenhersteller ENERCON ist für Ostfriesland ein großer Gewinn. Das Unternehmen beschäftigt mehrere tausend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an ihren Standorten in Ostfriesland und darüber hinaus. Für uns ist ENERCON ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der anstehenden Energiewende. ENERCON und die Windenergiebranche insgesamt konnte aufgrund der bisherigen politischen Rahmenbedingungen seit Jahren erheblich von der Gesetzgebung profitieren und machte auch dadurch ordentliche Gewinne. Dies kam nicht zuletzt auch der Region zugute.

 

Mit großer Sorge sehen wir jedoch das in den vergangenen Monaten öffentlich bekannt gewordene offensichtlich schlechte Verhältnis zwischen ENERCON und den gewerkschaftlich organisierten Betriebsräten. Dieser Umstand schadet nicht nur dem Ansehen des Windanlagenherstellers, sondern sorgt auch für große Unsicherheiten bei den Beschäftigten im Unternehmen.

 

In Gesprächen mit gewerkschaftlich organisierten ENERCON-Betriebsräten wurde berichtet, dass Vertretern der IG Metall der Zugang zum Betrieb verweigert würde, dass Kolleginnen und Kollegen, die als Betriebsräte kandidierten, mit erheblichen persönlichen und arbeitsrechtlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hätten.

 

Die SPD im Unterbezirk Aurich ist der Auffassung, dass für ENERCON die gleichen demokratischen Regeln sowie die verfassungsrechtlich geschützten Grundrechte der Belegschaft und der Betriebsräte gelten, wie für jedes andere Unternehmen. Betriebliche Mitbestimmung in Unternehmen ist für uns Sozialdemokraten ein hohes Gut. Für uns sind Betriebsräte und Gewerkschaften keine Gegner eines Unternehmens, sondern Partner. Viele Industrie- und Großbetriebe haben dies Verstanden und praktizieren seit Jahrzehnten ein gutes Miteinander zum Wohle der Unternehmen.

 

Wir erwarten auch von der ENERCON-Unternehmensleitung eine konstruktive Zusammenarbeit mit den gewerkschaftlich organisierten Betriebsräten und der IG Metall.

 

Die Sozialdemokratie im Unterbezirk Aurich erklärt sich solidarisch mit den gewerkschaftlich organisierten Betriebsräten und der IG Metall, die für ihre Grundrechte eintreten und dabei das Wohl des Unternehmens im Blick haben.

 

Leider wurden unsere bisherigen Vermittlungsangebote zwischen den Parteien von der Unternehmensleitung nicht angenommen. Wir bleiben weiterhin bei unserem Angebot, in konstruktiven Gesprächen zu vermitteln.“

 

Verantwortlich: Sascha Pickel, Geschäftsführer

 

 

2 Kommentare
  1. Hallo,
    ja das hört sich alles schon sehr gut an, jede und jeder der sich mit diesem Thema näher befasst, ist durchaus schon bewusst geworden, dass sich die Unternehmensleitung von Enercon unter Zugzwang befindet. Ich bin der Meinung, dass man Menschen für die nur das Gesetz der Banknoten entscheidungstragend ist, auch nur auf diesem Wege begegnen kann, dass heißt wenn man in einem demokratischen Land sich nicht an geltendes Recht halten kann, so sollte man auch keine Möglichkeiten mehr haben auf unternehmenstützende staatliche Förderungen zurück zu greifen . Schließlich sind diese mit unseren Steuergeldern gefüllt.
    Es geht auch um das Ansehen von Ostfriesland, was mit dieser Handlungsweise nachhaltig beschädigt wird, so dass in der Zukunft im schlimmsten Fall Sponsoren für eventuelle wirtschaftliche Investitionen abspringen könnten.

  2. Moin, eine erzieherische Maßnahme täte dem Unternehmen gut. Es kann nicht sein, das nach außen hin für den Energiewandel geworben wird und sogleich die Betriebsratsarbeit erheblich behindert wird. Lieber miteinander als gegeneinander, nehmen und geben ist das so schwer zu verstehen. Nach dem Rücktritt von Herr Wobben ist die Zielrichtung verloren gegangen und die Geschäftsleitung hat sich nicht einmal in unserem Betrieb sehen lassen.

    Gruß
    Trigo

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