Schikanen bei der GZO: „Ab jetzt alles öffentlich machen“

Schikanen bei der GZO: „Ab jetzt alles öffentlich machen“

Am Sonntag staunten die Auricher nicht schlecht, als eine Gruppe von Gästen bekleidet mit den T-Shirts: „Betroffen ist einer – gemeint sind alle!“ in der Stadthalle zum Neujahrsempfang erschienen.

 

GZO_Neujahrsempfang_1

 

Mit dieser Aktion wollten die Kollegen vom Guss-Zentrum-Ostfriesland GmbH (GZO) und ihre Unterstützer Aufmerksamkeit schaffen. Die braucht es nämlich weiterhin: Während Enercon in der lokalen Presse verlauten ließ, dass die Zusammenarbeit mit Betriebsräten angeblich reibungslos verläuft, haben Betriebsräte und Kollegen, die in der GZO mit der IG Metall zusammenarbeiten, erneut mit Schikanen zu kämpfen.

 

Die Kollegen der Liste 1 – Für ein gemeinsames GZO – arbeiten mit der IG Metall zusammen. Das aber scheint bei der GZO immer noch nicht erwünscht zu sein. So hatte die Mehrheit des Betriebsrats der GZO erst vor kurzem der Versetzung ihrer drei BR-Kollegen von der Liste 1 zugestimmt. Versetzt werden soll außerdem ein Nachrücker der Liste 1 sowie ein weiterer Kollege, der die Liste1 bei den Wahlen unterstützt hatte.

 

Nicht nur, dass die Kollegen damit bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate den Arbeitsplatz wechseln müssen: Die Arbeitsbedingungen, denen sie demnächst ausgesetzt werden sollen, sind kaum über einen längeren Zeitraum auszuhalten. Die Kollegen sollen vor der Halle mit dem Schneidbrenner arbeiten – bei Wind und Wetter, isoliert von der Belegschaft und überdies nur noch im 2-Schichtbetrieb. Letzteres bedeutet, dass Lohneinbußen zu befürchten sind, da Nachtschichtzuschläge wegfallen können.

 

Bisher wird jedes Angebot der Kollegen, sich um konstruktive Zusammenarbeit zu bemühen, von der Geschäftsleitung abgeblockt. Für die Betroffenen ist deshalb klar, dass sie sich gegen diese Behandlung nun auch öffentlich zur Wehr setzen. In einem Gespräch mit Wiard Siebels, Landtagsabgeordneter der SPD und Johann Saathoff, Bundestagsabgeordneter und energiepolitischer Sprecher der SPD, wurde die aktuelle Situation im Januar bereits besprochen und weitere konkrete Schritte geplant.

 

Die Vorgänge innerhalb der GZO werden genau beobachtet. Es muss klar sein, dass ab jetzt jedes Verhalten der Geschäftsleitung gegenüber den Kollegen im Licht der Öffentlichkeit stehen wird. Enercon wird sich an den eigenen Aussagen zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Betriebsräten und Belegschaft messen lassen müssen.

8 Kommentare
  1. So langsam wird die Luft knapp!!!

  2. Versetzung 2.0
    Jetzt müssen wir Brennschneiden, auf unseren letzten Posten sind schon unsere Nachfolger angetreten. Die Geschäftsführung rechnet mit einer raschen Kündigung unsererseits.

    • Tu’s doch

      • Das war klar das so ein Kommentar von dir kommt, ist halt nichts von dir zu erwarten. Es wird keiner gehen, Mobbing steht an der Tagesordnung und der BR der Liste 2 unterstützt dieses im sinne der GL und des Bereichsleiter der Handformerei. Das bekräftigt die Liste 1 weiterzumachen.

  3. Bei GZO werden Betriebsratskandidaten weiterhin isoliert, sind jetzt seit Anfang des Jahres Brennschneiden, und der Betriebsrat unternimmt nichts dagegen, mehr noch der unterstützt dieses beschämende Verhalten der Geschäftsführung. Sätze wie „ist mir egal was mit denen passiert „sollen gefallen sein, da stellt sich für mich die Frage was solche Leute dort zu suchen haben im Betriebsrat,wie sie immernoch Aufrecht in gehen können und ob sie sich überhaupt noch selbst in den Spiegel sehen können.

  4. Keine Ahnung was den Sumsidum geritten hat so eine unqualifizierte Aussage zu tätigen. Wenn man lange genug bei Enercon arbeitet und einigermaßen Rückgrat besitzt würde unser Verhalten verstehen und nicht so ein Schwachsinn von sich geben. Denn wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

  5. Neues zum Thema Mobbing :
    Jetzt wurde der Baucontainer abgeschlossen in dem man sich immer wieder Aufgewärmt hatte, dafür müssen die Kollegen immer in der Kälte stehen oder immer quer durch die Halle zur Kantine laufen.(Das die Zeiten zum Aufwärmen gestempelt werden müssen ist natürlich mit inbegriffen.)Dieses Verhalten zeigt das die Führungsebene uns mit sämtlichen Mitteln bekämpfen.
    Also die in den Medien kolportierte Nachricht von vertrauensvollen Zusammenarbeit sieht für mich irgendwie anders aus.

  6. Heulen bringt auch nichts!

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