„Mit guten Argumenten viel bewegen“

„Mit guten Argumenten viel bewegen“

 

Ein Gespräch mit Nils-Holger Böttger, Betriebsrat bei der WEA Service Ost

 

Ost_Boettger_Nils-Holger_web

Nils Holger Boettger freut sich auf eine konstruktive Betriebsratsarbeit

 

Am 28. und 29. Mai fanden Neuwahlen in der WEA Service Ost statt. Ihr seid mit zwei Mitgliedern im Betriebsrat vertreten. Wie soll es nun weitergehen? Was sind die ersten Schritte?

Zunächst bin ich natürlich froh über das Vertrauen der Kollegen. Die 86 Prozent Wahlbeteiligung sind ein klares Votum dafür, dass die Belegschaft einen Betriebsrat möchte. Was die zukünftige Arbeit angeht, sehe ich gute Chancen, die Interessen der Kollegen auch weiterhin gut zu vertreten. Schon aufgrund der Tatsache, dass wir Mitglieder im Betriebsrat haben, die auf zwei Jahre Erfahrung mit der Betriebsratsarbeit zurückschauen können. So haben wir die Möglichkeit, den Kollegen mit unserer Erfahrung beizustehen.

 

Es gab bereits eine konstituierende Sitzung. Wie ist die gelaufen?

Was ich bisher sagen kann: Die Arbeitsatmosphäre ist sehr gut. Mit guten Argumenten können wir auch weiterhin etwas bewegen. Da bin ich mir sicher. Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil, auch weiterhin wird viel machbar sein.

 

Was könnten Themen sein, die ihr zukünftig angeht?

Ein wichtiges Thema ist die Leistungsbeurteilung. Das Thema ist ein Zugpferd, das sehr viele Kollegen interessiert. Wenn wir es hinbekämen, das derzeitige System einfacher, nachvollziehbarer und gerechter zu gestalten, wäre das ein riesiger Erfolg. Deshalb ist es wichtig, dass es von unten und deutschlandweit in allen Service-Gesellschaften angegangen wird. In der konstituierenden Betriebsratssitzung haben wir es bereits darüber gesprochen. Die Kollegen haben deutliches Interesse gezeigt, das Thema Leistungsbeurteilung auch weiterhin anzugehen.

 

Eure Liste »Pro Personenwahl« hat zwei der insgesamt neun Betriebsratsmandate erreicht. Wie beurteilst du das Ergebnis?

Diesmal waren aufgrund von Auslagerungen und Entlassungen deutlich weniger Kollegen im Betrieb als bei der letzten Wahl. Ende 2013 waren wir knapp 380 stimmberechtigte Mitarbeiter, dieses Mal nur 180. Unter den Entlassenen waren viele Mitarbeiter, die uns bei der letzten Wahl unterstützt haben: Das waren etwa Leiharbeiter, die nun abgemeldet wurden, aber auch Kollegen mit befristeten Arbeitsverträgen, die nicht verlängert wurden. Aber das soll keine Rechtfertigung sein. Vor allem freuen wir uns darauf, gemeinsam gute Betriebsratsarbeit machen zu können.

 

 

 

 

1 Kommentar
  1. Herzliche Glückwunsch auch an dieser Stelle. Jeder- egal von welcher Liste- sollte sich hinterfragen was eigentlich seine Aufgabe ist. So wächst dann zusammen was mit einer Stimme spricht. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Nehmt euren Auftrag wahr und kämpft für bessere Bedingungen.

Schreibe einen Kommentar


CAPTCHA

*