IG Metall verurteilt das mitbestimmungsfeindliche Agieren von Enercon

IG Metall verurteilt das mitbestimmungsfeindliche Agieren von Enercon

Die IG Metall fordert den Windenergiekonzern Enercon auf, die Rechte und die Würde seiner Beschäftigten zu achten. In einer Resolution…

 

In einer Resolution verurteilt der Beirat der Gewerkschaft das mitbestimmungs- und gewerkschaftsfeindliche Verhalten des Konzerns, das in der Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden der WEA Service Ost Nils-Holger Böttger gipfelte.

 

Mit der Resolution reagiert der IG Metall-Beirat, das höchste Entscheidungsgremium der Gewerkschaft zwischen den Gewerkschaftstagen, auf das massive Vorgehen Enercons gegen Beschäftigte, die sich gewerkschaftlich organisieren und Betriebsräte gründen. Seit März 2014 werden Betriebsratskandidaten und Aktive gemobbt, unter Druck gesetzt und abgemahnt. Betriebsratswahlen werden aus willkürlichen Gründen angefochten.

 

Vorläufiger Höhepunkt ist die Kündigung von Nils-Holger Böttger, dem Betriebsratsvorsitzenden der WEA Service Ost GmbH in Magdeburg. Weil er sich auch für die Leiharbeitnehmer im Betrieb stark machte, hat Enercon ihm die Verletzung von betriebsverfassungsrechtlichen Aufgaben vorgeworfen und mit außerordentlicher fristloser Kündigung, hilfsweise der Amtsenthebung reagiert.

 

Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, erklärte: „Die Enercon Kollegen, die sich so mutig für ihre Rechte eingesetzt haben, bekommen volle Unterstützung. Ein Unternehmen wie Enercon muss seine Beschäftigten mit Respekt behandeln. Dafür wird sich die IG Metall weiterhin mit Nachdruck einsetzen.“

 

Enercon ist das wichtigste Unternehmen in der Windenergiebranche. Es hat über 50% Marktanteil im Onshore-Segment in Deutschland und mehr als 11.000 Beschäftigte. Enercon galt lange als mitbestimmungsfeindliche und gewerkschaftsfreie Zone. Seit dem Herbst 2013 sind in der weit verzweigten Unternehmensgruppe 14 Betriebsratsgremien erstmalig gewählt worden.

 

Hier geht´s zur Resolution:

Zur Resolution

Irene-Schulz

 

Hier geht´s zur Solidaritätserklärung

 

3 Kommentare
  1. RESPEKT ist in dieser Firma ein absolutes Fremdwort.
    Ich habe heute von einem Kollegen erfahren, das sein Vertrag aufgrund der schlechten Auftragslage im nächsten Jahr „leider“ nicht verlängert werden kann

    • Da frage ich mich, als logisch denkender Mitarbeiter der Produktion, warum die GF in diesem Moment weiter als ein viertel Jahr vorausschauen kann. Da ich Mitglied im BR eines Unternehmens der Enercon „Holding“ bin, und wir vom BR ab und zu auch mal Fragen zu personellen Angelegenheiten haben,werden wir auch schon mal mit der Glaskugeltheorie abgespeist.
      Aber wahrscheinlich hat die besagte Glaskugel in diesem Moment eine Politur der besonderen Art genossen.?.?.?

      Ein Schelm der böses dabei denkt….
      Paul Redenius Betonage WEC Turmbau GmbH Emden

  2. Ich finde es auch komisch das mein Betriebsleiter Anfang des Jahres schon wusste das es keine Leiharbeitnehmer mehr bei uns im Service Betrieb geben wird und die Verträge mit den Verleihern zum Ende des Jahres gekündigt werden sollten.

    Meine Frau die diese abgerechnet hatte, sollte sich dann einen neuen Job suchen, da ihr Aufgabengebiet ja weg falle.

    Aber eben dieser Betriebsleiter schafft es bis heute nicht die Belegschaft davon zu informieren.

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