IG Metall Magdeburg fordert: Altersgerechtes Arbeiten und Verhinderung von Altersarmut auch bei Enercon!

IG Metall Magdeburg fordert: Altersgerechtes Arbeiten und Verhinderung von Altersarmut auch bei Enercon!

Bei Enercon wird harte, verlässliche und gute Arbeit geleistet – nicht umsonst ist Enercon Marktführer in der Windkraftanlagenherstellung in Deutschland. Die Windräder sind im ganzen Land zu sehen und tragen einen ganz wesentlichen Bestandteil zur Energiewende bei.

 

Damit dies auch so bleibt, fordert die IG Metall ein stärkeres Engagement Enercons bezüglich altersgerechtem Arbeiten und betrieblicher Altersvorsorge. Denn die Krankenstände sind in manchen Betrieben katastrophal hoch, was auch ein Beleg für die starke körperliche Beanspruchung ist. Altersbedingt kommen viele Mitarbeiter bis zu ihrem regulären Renteneintrittsalter von 67 Jahren an ihre absolute Belastungsgrenze. Es mangelt an einer Einstellungs- und Personalpolitik, die insbesondere für Ältere Beschäftigungsmöglichkeiten schafft. Deswegen gibt es zu wenige Arbeitsplätze, auf denen man gesund alt werden kann. Zudem sind Modelle für ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben bei Enercon absolute Mangelware. Flexibler Renteneintritt und Altersteilzeitquoten sind vielerorts Fremdwörter.

 

Problematisch ist außerdem die drohende Altersarmut vieler Mitarbeiter im rentennahen Alter, denn Stundenlöhne um die 12 Euro sind keine Seltenheit. Ein Blick in die Rentenauskunft vieler Beschäftigter verrät, dass die erwartete gesetzliche Rente nicht mehr für den gewohnten Lebensstandard reichen wird, oft schützt sie nicht einmal mehr vor Armut. Die Kombination aus der systematischen Absenkung des Rentenniveaus mit diesen niedrigen Stundenlöhnen ist brandgefährlich. Eine Rente auf Hartz-IV-Niveau ist deshalb keine Seltenheit.

 

Die IG Metall hat mir ihrer Kampagne „Gute Arbeit – gut in Rente“ gezeigt, dass es auch anders geht. Gemeinsam mit Betriebsräten vieler großer Firmen hat sie zahlreiche altersgerechte Arbeitsplätze geschaffen, Modelle betrieblicher Altersvorsorge gestaltet und gegen große Widerstände die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren durchgesetzt. Außerdem schützen ihre Tarifverträge mit hohen Stundenlöhnen vor Altersarmut und garantieren eine Rente, die ihren Namen auch verdient hat. Dies sollte auch beim Marktführer Windenergie möglich sein.

5 Kommentare
  1. Sehr gute Sache .
    Die wenigsten bleiben längere Zeit bei Enercon und erkennen schnell ,dass die Rente bei dieser Art von Arbeit nur selten erreichbar ist.
    Durch Sprüche wie “ Reisende soll man nicht aufhalten“, etc. wird vielen Mitarbeitern auch vermittelt das Sie nicht wichtig im Enerconkomplex sind .
    Dadurch geht ein riesen Brocken an Erfahrung,Ehrgeiz und vieles mehr verloren …Sehr schade !
    Solche Aktionen brauchen wir 🙂 Daumen hoch

  2. …. warum wird dann nicht endlich mal die Streikkasse in Position gebracht …..oder ist der Organisationsgrad in Magdeburg noch nicht erreicht …..

    • Lange wird’s nicht mehr dauern. Zumindest im Service. Da sind die Weichen gestellt.

  3. Letztendlich muss sich in diesem Bereich endlich etwas tun, denn immer mehr Menschen geraten in die Altersarmut und das muss verhindert werden.

  4. Nachwuch droht Gehalt auf Hartz-4-Niveau

    Ende der Wohlstands-Ära: Die Jungen werden ärmer als ihre Eltern

    http://www.stern.de/wirtschaft/geld/mckinsey-studie–die-jungen-werden-aermer-als-ihre-eltern-6971346.html

    oder auch ganz lecker: Verarmung als Megatrend – siehe auch: https://www.berlinjournal.biz/verarmung-kinder-aermer-als-eltern/

    Laut Politik müsse man sich „integrieren“ (nach Definition der Politik was das denn angeblich sei). Dazu braucht es in der heutigen Zeit üppige Geldmittel, die die meisten Leute, die angeblich „nicht integriert“ sind (auch sehr viele Deutsche), gar nicht aufbringen können.

    Auf einen Zusammenhang stieß die britische Soziologin Marii Peskow in der European Social Survey (ESS): Demnach sei die Bereitschaft zur Wohltätigkeit in egalitären Gesellschaften deutlich schwächer ausgeprägt, als in solchen mit großen Einkommensunterschieden. Die Erklärung dafür liege im sozialen Statusgewinn, den Wohlhabende in ungleichen Gesellschaften erfahren würden, wenn sie Schwächere unterstützten. In egalitären Gesellschaften herrsche hingegen das Bewusstsein vor, dass dank des Sozialstaats für die Schwachen schon gesorgt sei.

    Faulheit gilt in den westlichen Industrienationen als Todsünde. Wer nicht täglich flott und adrett zur Arbeit fährt, wer unbezahlte Überstunden verweigert, lieber nachdenkt als malocht oder es gar wagt, mitten in der Woche auch mal bis mittags nichtstuend herumzuliegen, läuft Gefahr, des Schmarotzertums und parasitären Lebens bezichtigt zu werden.

    Nein, stopp: Nur die armen Arbeitslosen fallen in die Schublade »Ballastexistenz«. Millionenerben, Banker- und Industriellenkinder dürfen durchaus lebenslang arbeitslos und faul sein. Sie dürfen andere kommandieren, während sie sich den Bauch auf ihrer Jacht sonnen.

    Früher glaubten viele Menschen an einen Gott. Wie viele heute noch glauben, da oben säße einer, der alles lenke, weiß ich nicht. Das ist auch egal. Gottes ersten Platz hat im modernen Industriezeitalter längst ein anderer eingenommen: Der »heilige Markt«. Der Finanzmarkt. Der Immobilienmarkt. Der Energiemarkt. Der Nahrungsmittelmarkt. Und der Arbeitsmarkt.

    Der Arbeitsmarkt ist, wie der Name schon sagt, zum Vermarkten von Arbeitskraft da. Wer kein Geld und keinen oder nur sehr wenig Besitz hat, verkauft sie. Die Eigentümer der Konzerne konsumieren sie, um daran zu verdienen. Das geht ganz einfach: Sie schöpfen den Mehrwert ab. Sprich: Der Arbeiter bekommt nur einen Teil seiner Arbeit bezahlt. Den Rest verrichtet er für den Gewinn des Unternehmers.

    Arbeit verkaufen, Arbeit konsumieren: So geschieht es seit Beginn der industriellen Revolution. Denn Sklaverei und Leibeigenschaft wurden ja, zumindest auf dem Papier, abgeschafft.

    Solange Furcht vor Strafe, Hoffnung auf Lohn oder der Wunsch dem Über-Ich zu gefallen, menschliches Verhalten bestimmen, ist das wirkliche Gewissen noch gar nicht zur Wort gekommen. (VIKTOR FRANKL)

    Die Todsünde der Intellektuellen ist nicht die Ausarbeitung von Ideen, wie fehlgeleitet sie auch sein mögen, sondern das Verlangen, diese Ideen anderen aufzuzwingen (Paul Johnson)

    Der Teufel hat Gewalt, sich zu verkleiden, in lockende Gestalt… (Shakespeare)

    Das Heimweh nach der Barbarei ist das letzte Wort einer jeden Zivilisation (Cioran)

    Alle Menschen sind klug – die einen vorher, die anderen nachher (Voltaire)

    Die Gefahr ist, dass die Demokratie zur Sicherung der Gerechtigkeit für diese selbst gehalten wird (Frankl)

    Absolute Macht vergiftet Despoten, Monarchen und Demokraten gleichermaßen (John Adams)

    Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer (Schopenhauer)

    Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen (Kant)

    Denn mancher hat, aus Furcht zu irren, sich verirrt (Lessing)

    Die Augen gingen ihm über, so oft er trank daraus… (Goethe)

    Immer noch haben die die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen (Hölderlin)

    So viele Gefühle für die Menschheit, dass keines mehr bleibt für den Menschen (H. Kasper)

    „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden“ (Helmut Schmidt)

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